Du hast mit der Beikost angefangen – und jetzt kommt der Teil, der die meisten Eltern nervös macht: die Einführung von Allergenen. Welche Lebensmittel zählen? In welcher Reihenfolge? Und wie behältst du den Überblick, was dein Baby schon probiert hat und wie es reagiert hat?
Unser kostenloser Allergen-Einführungs-Tracker nimmt dir die Unsicherheit ab.
Warum Allergene früh einführen?
Das klingt intuitiv falsch – sollte man Allergene nicht vermeiden? Frühere Generationen dachten das. Aber aktuelle Forschung und die Leitlinien der DGKJ und BZgA sagen das Gegenteil: Frühe Exposition senkt das Allergie-Risiko.
Studien wie die LEAP-Studie (Learning Early About Peanut Allergy) haben gezeigt, dass Kinder, die frühzeitig Erdnussprodukte eingeführt bekamen, deutlich seltener eine Erdnussallergie entwickelten als Kinder, bei denen Erdnuss vermieden wurde.
Die 9 häufigsten Allergene
Diese Lebensmittel verursachen die meisten Lebensmittelallergien und sollten früh eingeführt werden:
- Erdnuss – glatte Erdnussbutter dünn auf Toast
- Ei – gut durchgegartes Ei (Rührei, hart gekochtes Ei)
- Milch/Milchprodukte – Joghurt, Käse, Vollmilch (ab 12 Monaten als Getränk)
- Weizen/Gluten – normales Brot, Nudeln, Porridge
- Soja – Tofu, Sojajoghurt
- Baumnüsse – gemahlene Nüsse in Brei oder glattem Mus einrühren
- Sesam – Tahini (Sesammus) dünn aufs Brot
- Fisch – weicher, gut gegarter Fisch (z.B. Lachs, Heilbutt)
- Krebstiere/Meeresfrüchte – Garnelen, Muscheln
Wie einführen?
Das Grundprinzip ist einfach:
- Ein Allergen auf einmal einführen
- 2–3 Tage warten und auf Reaktionen beachten
- Keine Reaktion? Weiter mit dem nächsten Allergen
- Reaktion? Mit dem Kinderarzt besprechen
Eingeführte Allergene sollten regelmäßig weiter angeboten werden – Häufigkeit ist wichtig, um die Toleranz aufrechtzuerhalten.
Woran erkenne ich eine allergische Reaktion?
Milde Reaktionen:
- Hautausschlag, Rötung, Nesselsucht
- Juckreiz an Lippen oder Mund
- Laufende Nase, Augenreizung
Schwere Reaktionen (seltener, aber sofortiger Handlungsbedarf):
- Schwellung von Lippen, Zunge, Rachen
- Atemnot oder Pfeifatmen
- Erbrechen oder starker Durchfall
- Plötzliche Blässe oder Bewusstlosigkeit
Bei schweren Reaktionen: Notruf 112 sofort. Bei milden Reaktionen: Kinderarzt kontaktieren.
Warum ein Tracker hilft
9 Allergene, 2–3 Tage zwischen jedem – das ist viel zu merken, wenn du gleichzeitig ein schlafraubendes Baby jonglierst. Ein einfacher Tracker hält fest, was wann eingeführt wurde und welche Reaktionen beobachtet wurden. Das macht Arztgespräche viel einfacher.
Lade unseren kostenlosen Allergen-Einführungs-Tracker herunter – und geh die Allergen-Einführung Schritt für Schritt durch.